:: koa clothing ::                     

Jung Designerin Lisa Neulinger über die Erfüllung ihres Traumes, steinige Challenges, salziges Wasser und Bali's Lebensstil. Tipps aus dem Nähkästchen included. 

Was hat dich dazu bewegt, komplett auf dein eigenes Herz zu hören und kompromisslos deiner Leidenschaft fürs Modedesign zu folgen? 

 

Ich habe schon als kleines Mädchen von meiner eigenen Marke geträumt. Nachdem ich mein Modedesign Studium abgeschlossen hatte, wollte ich eigentlich Erfahrungen in der großen Modeindustrie sammeln, aber wie es so ist im Leben, kommt es eben doch anders als erwartet. Nachdem unzählige Bewerbungen erfolglos zurückkamen, entschied ich mich nach Bali zu gehen, um meinen richtigen Weg wieder zu finden. Während meines Aufenthalts dort, hatte ich ein Vorstellungsgespräch mit einer großen High Fashion Firma. Sie boten mir einen Monat an, um mich zu beweisen. Allerdings galt dieses Angebot für eine Stelle als Schneiderin, was ich nie werden wollte. Also, war ich wieder mehr oder weniger am Boden und unentschlossen, welchen Weg ich einschlagen sollte; für eine große High Fashion Firma arbeiten, nach Australien gehen um nach einem anderen Job zu suchen, oder auf Bali bleiben und mein eigenes Ding starten. Letzteres setzte bei mir die größten Schmetterlinge frei und ich brannte darauf, loszulegen.

Warst du schon immer eine kunstbegabte Meeresliebhaberin?

 

Ja, auf jeden Fall. Zwar war das Wasser nicht immer salzig, aber schon als kleines Kind habe ich das Schwimmen geliebt und sogar an Wettkämpfen teilgenommen. Snowboard, Skier und Wakeboard gehörten auch zu meinen Favoriten. Die künstlerische Veranlagung hat sich ebenfalls schon früh gezeigt. Als Kleinkind und Heranwachsende habe ich liebend gerne unsere Wohnwände mit vielen Farben bemalt. Weiße Wände sind ja schließlich langweilig. Mein Vater war nicht ganz so begeistert, aber ich war immer wieder freudig überrascht, die Wände gesäubert vorzufinden, um meine nächste Kunstwerke zu realisieren. Die Liebe zur Mode und zum Surfen zeigte sich dann etwas später.

Koa bedeutet "Krieger" auf Hawaiianisch. Wofür musstest du kämpfen?

 

Ich habe mich dazu entschlossen, die Marke Koa zu nennen, da es ein starkes Wort ist und ich denke, dass jeder irgendeine Art von Krieger in seinem Leben sein muss, besonders Frauen. Für mich hat dieses Wort eine tiefere Bedeutung. Ich habe schon immer dafür gekämpft, Modedesignerin zu werden. Es war ein sehr steiniger Pfad mit vielen Umwegen, aber hey, hier steh ich mit meiner eigenen Marke. Also, habe ich mich gar nicht mal so schlecht angestellt. Sicherlich hätte ich es niemals so weit gebracht, ohne den Rückhalt meiner Familie und meiner Freunde, die mich wirklich immer auf verschiedenste Weisen unterstützten.

Wie sieht so ein typischer Tag für dich aus? Ich kann mir vorstellen, dass Salzwasser eine wichtige Rolle spielt?


Gibt es überhaupt so etwas wie einen typischen Tag auf Bali? Normalerweise fängt mein Tag an wie der eines jeden anderen auch. Ich stehe auf, mache mir einen Kaffee, checke meine Mails, schnacke mit meinen Mitbewohnern und checke die Wellen Vorhersage. Wenn die Wellen gut sind, muss die Arbeit warten. Falls nicht, arbeite ich an meiner Webseite, meinen neuen Designs, halte Ausschau nach neuem Textilstoff oder besuche die Fabrik, die meine Kleidung produziert, um die neusten Updates zu erfahren. Gerade habe ich auch angefangen, ins Fitnessstudio zu gehen. Yoga und Tai Chi helfen mir auch, fit zu bleiben, denn darum geht es, wenn die Wellen mal nicht so gut brechen. 

Bali ist ziemlich weit weg von deiner Heimat Deutschland. Wie beschreibst du den Lifestyle dort?

 

Ja, Bali ist sehr weit weg von Deutschland, deswegen gefällt es mir hier auch so gut. Die Menschen hier haben einfach eine ganz andere Mentalität und Art, ihr Leben zu leben. Ich glaube, Engstirnigkeit und Einseitigkeit sind weit verbreitet in Europa. Die meisten haben einfach zu viel Angst, das "normale" System zu verlassen und das Leben nach ihren eigenen Regeln zu leben. Ein anderer Grund für Bali als Lebensort ist natürlich das Klima und die weltbesten Surfspots, die sich im badewannenwasserwarmen Ozean befinden.

 

Was lässt deine Finger so richtig kribbeln vor Tatendrang; was inspiriert dich am meisten?

 

Gute Frage. Soll ich die wirklich beantworten? Viele Dinge inspirieren mich. Manchmal kommt mir eine Idee in den Sinn, wenn ich gerade auf meinem Surfbrett im Ozean treibe oder kurz bevor ich einschlafe. Dann kann ich nur hoffen, dass ich mich am nächsten Tag noch dran erinnern kann. Auf jeden Fall ist man als Designer beeinflusst von dem, was andere Designer an den Tag bringen. Wie meine Lehrerin schon sagte: "Man kann das Fahrrad nicht zweimal erfinden." Man übernimmt vielleicht ein kleines Detail, verändert es in seinen eigenen Stil und dreht es so lange herum bis es passt. Wenn es nicht passt, fliegt es eben in den Müll. Viel Inspiration erhalte ich vor allem von der Natur. Die Natur zeigt uns so viele Formen, Farben, Facetten und kleine Details, die uns nicht immer auffallen, sondern manchmal nur, wenn wir genau hingucken. Dann eröffnet sich plötzlich eine ganz neue Welt. 

Was kannst du allen dort draußen raten, die danach streben, ihren eigenen Weg zu gehen und etwas mit eigenem Herzblut zu kreieren?

 

Was ich auf jeden Fall dieses letzte Jahr gelernt habe, ist, dass man immer an seine eigene Ursprungsidee glauben muss und dass man sich nicht von anderen herunter ziehen lassen darf. Du musst hinter deiner Marke und Idee stehen. Es geht um deine Überzeugung und deinen Glauben. Alles andere zählt nicht. Wenn Dinge schief laufen und unerwartete Blockaden auftauchen, kann ich nur empfehlen, kurz Luft zu holen und dann mit noch stärkerem Willen zurück an die Arbeit zu gehen. Denn am Ende liegt es an dir, ob dein Traum wahr wird oder nicht. Desweiteren kann ich euch ans Herz legen, Profis ins Boot zu holen, wenn ihr beispielsweise keine Ahnung von Webhosting oder Administration habt. Das spart Zeit und wichtige Energie. Auf jeden Fall wünsche ich euch viel Erfolg mit eurer Idee und Spaß bei deren Umsetzung.

                                           Die glückliche Lisa auf Bali.


online shop ::


i like that.

Kommentar schreiben

Kommentare: 7
  • #1

    Albina Brin (Freitag, 03 Februar 2017 20:30)


    This post is truly a pleasant one it helps new the web viewers, who are wishing in favor of blogging.

  • #2

    Katharine Jeanbaptiste (Sonntag, 05 Februar 2017 05:44)


    Hello! This is my first visit to your blog! We are a collection of volunteers and starting a new project in a community in the same niche. Your blog provided us valuable information to work on. You have done a marvellous job!

  • #3

    Rosio Walworth (Sonntag, 05 Februar 2017 08:10)


    I read this post fully regarding the resemblance of most recent and preceding technologies, it's amazing article.

  • #4

    Albina Brin (Montag, 06 Februar 2017 02:44)


    Hi there! I could have sworn I've been to this blog before but after reading through some of the post I realized it's new to me. Nonetheless, I'm definitely glad I found it and I'll be book-marking and checking back often!

  • #5

    Venetta Kist (Montag, 06 Februar 2017 05:31)


    Greetings! Very useful advice within this post! It's the little changes that make the largest changes. Thanks for sharing!

  • #6

    Milagros Stokely (Montag, 06 Februar 2017 13:50)


    Hello are using Wordpress for your blog platform? I'm new to the blog world but I'm trying to get started and create my own. Do you require any html coding expertise to make your own blog? Any help would be really appreciated!

  • #7

    Evan Hafer (Dienstag, 07 Februar 2017 03:07)


    It's awesome to pay a quick visit this website and reading the views of all colleagues concerning this article, while I am also eager of getting experience.